Heute (14.01.26) fand wieder bei uns im Betreuungsverein ein informativer Vortrag statt.![]()
Unsere Kollegin Jennifer Maaß erklärte verständlich die Themen:
- Patientenverfügung
- Betreuungsverfügung
- Vorsorgevollmacht
- Ehegattennotvertretungsrecht
Der Fokus lag auf der Vorsorgevollmacht – ein wichtiges Thema für alle Menschen ab 18 Jahren!
Interesse an einer Veranstaltung?
Melden Sie sich gerne bei uns oder schauen Sie bei der VHS vorbei – dort sind wir ebenfalls mit unseren Terminen vertreten.
Betreuungsverein Cloppenburg
04471-91300
Cloppenburg Die Nachfrage nach rechtlicher Betreuung, Beratung und Begleitung ist in den vergangenen Jahren deutlich gestiegen.
Auf diese Entwicklung hat der Betreuungsverein reagiert und seine Räumlichkeiten an der Osterstraße 3 um eine Büroetage im Erdgeschoss erweitert.
Immer mehr Menschen gerieten aufgrund des Alters, aufgrund von Krankheiten, von psychischer Belastung oder sozialer Notlagen in Situationen, in denen sie Hilfe benötigten, meinte Vorsitzender Aloys Freese. „Mit dieser Erweiterung haben wir mehr Möglichkeiten, mehr Hilfe und mehr Zukunft für Menschen, die unsere Unterstützung brauchen, geschaffen“, sagte er nun in seinen Begrüßungsworten und wurde deutlich „Wir lassen niemanden allein“.
Freese dankte den Menschen und Institutionen, die an den Betreuungsverein geglaubt haben. Namentlich erwähnte er Werner Nilles und Hermann Schröer als Mitbegründer des Vereins sowie den Landkreis Cloppenburg und politische Vertreter, die nie an dem Verein gezweifelt hätten.
„Sie sind das Herz des Vereins“, richtete er seinen Dank an die Mitarbeitenden und an den Geschäftsführer Wilfried Abheiden.
Den Glückwunsch des Landkreises überbrachte als stellvertretender Landrat Hermann Schröer.
FOTO: Das gesamte Team des Betreuungsvereins freut sich auf die neuen Räumlichkeiten. Kessens.
kes
Gestern durfte unsere Kollegin Jennifer Maaß bei einer Veranstaltung des VdK Cloppenburg eine Informationsveranstaltung durchführen.
Der Verein wurde vorgestellt und wichtige Themen rund um die rechtliche Vorsorge besprochen ,unter anderem die Vorsorgevollmacht.
In einer großen Runde mit rund 60 Teilnehmerinnen und Teilnehmern fand ein intensiver Austausch darüber statt, wie wichtig Vorsorge ist und zwar nicht nur im hohen Alter, sondern auch schon in jungen Jahren.
Besonders deutlich wurde: Kommunikation ist entscheidend.
Darüber zu sprechen, wie etwas geregelt werden soll, wenn man selbst keine Entscheidungen mehr treffen kann, ist ein wichtiger Schritt für sich selbst und die Angehörigen.
Ein herzliches Dankeschön an den VdK Cloppenburg für die Einladung, an den Saalbetrieb Taphorn für Kaffee, Kuchen und die Unterstützung beim Equipment sowie an das Medienzentrum Cloppenburg für die kooperative Zusammenarbeit.
Wenn Ihr Verein oder Ihre Einrichtung eine Aufklärung im Bereich rechtliche Vorsorge wünscht, sprechen Sie uns gerne an.
Auch als Privatperson unterstützen wir Sie dabei, gut und rechtzeitig vorzusorgen.
Betreuungsverein Cloppenburg meistert Jahr für Jahr Herausforderungen/Wunsch nach mehr Helfern
Foto: Wilfried Abheiden, Geschäftsführer des Betreuungsvereins Cloppenburg, ist stolz auf sein Team um Jennifer Maaß.
Carsten Jentzsch
Cloppenburg Ein Leben, das von jetzt auf gleich aus den Fugen gerät: Wilfried Abheiden erinnert sich insbesondere an einen Mann, der mit Schlaganfall ins Krankenhaus gekommen ist. „Zurück blieb ein Stall voller Kühe und Kälber, die versorgt werden mussten”, erzählt der Geschäftsführer des Betreuungsvereins Cloppenburg.
Ein bürokratischer wie organisatorischer Aufwand. Doch zusammen mit der Landwirtschaftskammer und Netzwerkpartnern habe der Verein die Herausforderung reibungslos gestemmt.
Es sind berührende Geschichten von menschlichen Schicksalen, aber auch komplexe Bürokratie-Kapitel, mit denen die hauptamtlichen und ehrenamtlichen Betreuerinnen und Betreuer des Vereins regelmäßig konfrontiert werden.
Und der Bedarf wächst rasant. Mit fünf Betreuungen habe der Verein 2019 begonnen, so Abheiden. Inzwischen liegt der Wert bei 256.
Kaum oder sehr begrenzte Zeitfenster
Als Gründe hierfür nennt er den demografischen Wandel und eine Zunahme an Singlehaushalten. Im Landkreis Cloppenburg werden derzeit mehr als 2000 Menschen rechtlich betreut. Im Gespräch mit den OM-Medien wurde vor Kurzem vonseiten des Kreises auf eine aktuelle Prognose hingewiesen. Demnach soll sich die Zahl der 75-Jährigen in den nächsten 20 Jahren verdoppeln. Zudem gebe es viele Betreuer, die über 60 Jahre alt sind, Nachwuchs fehle.
Im Betreuungsverein wird das Alter der Ehrenamtler zwischen 50 und 70 Jahre geschätzt. Es handle sich um Menschen mit Lebenserfahrung, so Abheiden. Aber auch um Menschen mit Zeit, wie Vereinsbetreuerin Jennifer Maaß ergänzt. Maaß, die zusammen mit Kollegin Sabrina Kleene für die Öffentlichkeits- und Querschnittsarbeit zuständig ist, weist darauf hin, dass die darunterliegenden Altersklassen durch Familie und Arbeit kaum oder nur sehr begrenzte Zeitfenster hätten.
Über seine verantwortungsvollen Helfer im Ehrenamt kann der Verein in der Osterstraße sehr froh sein. Zumal aufgrund der Zunahme an Fällen immer mehr auch ins Ehrenamt abgegeben werden müssten. Doch der Geschäftsführer betont: „Es sind einfach zu wenig.” Ist der Verein unter den aktuellen politischen, finanziellen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen denn in der Lage, einen möglichen Ansturm an Betreuungsfällen strukturell abzufangen?
Wenn der jährliche Anstieg kontinuierlich bei um die 50 bis 100 Fälle liege, sei das kein Problem. „Davon bin ich überzeugt.
Wenn es aber um die 300 Fälle sind, dann wird das eine riesige Herausforderung”, so der Geschäftsführer. Am meisten Sorgen bereitet ihm, dass die betreuten Menschen „wegen fehlender finanzieller Mittel” auf der Strecke bleiben könnten. Er kommt auf die Inflationsrate zu sprechen, die höher sei als die gestiegene Vergütung der hauptamtlich Tätigen.
Raumbedarf ist erst einmal gedeckt
Das Thema räumliche Kapazitäten sei mittelfristig gelöst, sagt Abheiden und verweist auf die im vergangenen Jahr zusätzlich bezogenen rund 155 Quadratmeter im dritten Obergeschoss. „Doch, wenn wir von etwa 400 Betreuungen in 2, 3 Jahren ausgehen, dann könnten wir ganz schön in die Bredouille kommen”, betont er und verweist dabei auf Zahlen des Landkreises. Man mache sich bereits über verschiedene Modelle wie etwa Office-Sharing Gedanken.
Auf sein Team ist Wilfried Abheiden mächtig stolz. Wenn er sich jedoch etwas wünschen dürfte, dann, dass die Betroffenen am Ende nicht auf der Strecke bleiben. Diesen Wunsch teilt auch Kollegin Jennifer Maaß. Und so wünscht man sich eben auch, den Verein, der sich neben Zuwendungen, Fördergeldern und Zuschüssen auch über Mitgliedsbeiträge (24 Euro im Jahr) finanziert, von fast 200 auf 300 Mitglieder zu bringen. „Ein Verein lebt von seinen Mitgliedern”, betont sie.
Der seit Juli 1993 eingetragene Verein wird von einem ehrenamtlichen Vorstand geführt und getragen. Neben rund 200 Privatpersonen ist jede einzelne Kommune des Landkreises Cloppenburg festes Mitglied. Das operative Geschäft teilt sich in drei tragende Fachbereiche auf: Rechtliche Betreuung (Erwachsene), Vormundschaften (Kinder & Jugendliche) und Integrationsfachdienst.
Quelle: MT
OM-Medien GmbH & Co. KG
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